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Gold kaufen: erfolgreich den ersten Goldbarren oder Goldmünze kaufen– Growing Finance

Du möchtest ein erfolgreicher Goldinvestor werden? Du weißt aber weder welche Investmentmöglichkeiten es alles gibt und worauf man achten sollte? Dann bist du hier genau richtig. In diesem Artikel wirst du alles Wichtige rund um das Thema Gold lernen und ich zeige dir, wie du ein erfolgreicher Goldinvestor wirst.

Inhaltsverzeichnis

1.

1. Warum Gold ein faszinierendes Investment ist

Während in den letzten Jahrhunderten die unterschiedlichsten Papierwährungen kamen und gingen, sogenanntes „Fiatgeld“, ist und bleibt Gold seit mehreren tausenden Jahren ein zuverlässiges Bezahlmittel. Das dürfte auch der Grund sein, weshalb so viele Investoren mit Begeisterung ihr Geld in das goldglänzende Element mit der Ordnungszahl 79 investieren.

1.1

1.1 Was versteht man unter Fiatgeld? 

Zum Beispiel der Dollar und der Euro sind Fiatwährungen. Der Emittent (Herausgeber) in diesem Fall die Zentralbank, kann theoretisch unendlich viel von dieser Währung „drucken“. Der Wert von Fiatgeld beruht allein auf dem Glauben der Menschen und die gesetzlichen Vorgaben an die Währung. Es hat also absolut keinen Gegenwert. Das ist auch der Grund, weshalb eine Fiatwährung im Worstcase seinen Wert komplett verlieren kann.

Bis das allerdings der Fall ist, sehen wir eine schleichende Entwertung von unserem Vermögen, auch als Inflation bezeichnet. Inflation bedeutet, dass man immer weniger Waren und Dienstleistungen für sein Geld erhält. Die folgende Grafik zeigt, wie stark der Kaufkraftverlust vom Euro seit der Einführung 2002 war:

Kaufkraftverlust Euro

Die Grafik zeigt, dass der Euro in nur 20 Jahren rund 30% an Kaufkraft verloren hat. Angenommen man hat 2002 noch 1.000 Eiskugeln für 1.000€ bekommen, dann würde man heute für 1.000€ nur noch ca. 700 Eiskugeln erhalten.

Im Vergleich dazu, hat sich der Goldpreis positiver entwickelt. Eine Unze Gold (ca. 31 Gramm) ist heute mehr Wert wie im Jahr 2002:

Goldpreisentwicklung
1.2

1.2 Was versteht man unter Goldstandard? 

Beim Goldstandard wird dagegen die Währung mit Gold gestützt. Beispielsweise müsste die Zentralbank für jeden Euro den sie druckt, 1 Gramm Gold in ihrem Tresor hinterlegen. Man hätte also immer die Möglichkeit seinen Euro wieder gegen das Gold einzutauschen.

 

In diesem Fall hätte auch die Währung einen tatsächlichen Gegenwert und die Geldmenge ist aufgrund der begrenzten Goldmenge, die es auf unserem Planeten gibt, auch begrenzt. Die Zentralbank kann also nicht mehr unendlich viele Euros drucken. Der Wert der Währung bleibt dadurch stabil.

 

Warum führen wir dann keinen Goldstandard ein? Immerhin müssten die Bürger und der Staat keine Angst mehr um den Wert ihres Geldes haben.

Das ist vollkommen richtig, leider bringt der Goldstandard andere Herausforderungen mit sich. Welches System nun am sinnvollsten ist, ist eine andere Debatte. Einen Nachteil möchte ich trotzdem aufführen: Dadurch, dass die Geldmenge begrenzt ist, kann die Bank auch nur begrenzt Kredite an Unternehmen für Neuinvestitionen ausgeben. Was einen nachteiligen Effekt für das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung von neuen Technologien hätte.

Es bleibt aber Fakt, dass jede Fiatwährung aus der Vergangenheit irgendwann ein Ende hatte. Wir können also gespannt darauf warten, bis auch der Dollar und der Euro ihr Ende finden. 

Und genau an dieser Stelle wird wieder Gold interessant.

Gold ist:

  • Ein Bezahlmittel, das die unzähligen Fiatwährungen aus der Geschichte unserer Zeit erfolgreich überlebt hat.

  • Ein Bezahlmittel, das nicht laufend an Wert verliert, ganz im Gegenteil sogar an Wert gewinnt

  • also der perfekte Wertspeicher, falls die nächste Fiatwährung floppt!

2. Das wichtigste Zusammengefasst

  • Gold ist bereits seit Jahrtausenden ein anerkanntes Bezahlmittel

  • Bis 2.000€ kann Gold anonym erworben werden (der Staat muss meiner Meinung nach nicht auf den Cent genau wissen, wie groß das Privatvermögen ist.)

  • Meine Empfehlung:

    • Erwerbe Physisches Gold anstatt Minenaktien oder Zertifikate und Co.

    • Investiere einen Teil von deinem Vermögen in Gold. Achte darauf, dass du das Gold anonym erwirbst.

    • Bewahre dein Gold außerhalb von Bankschließfächern auf

    • Wird dein Goldvermögen zu groß, überlege ob du einen Teil davon außerhalb der EU aufbewahren möchtest, z.B. in der Schweiz

3. Häufig gestellte Fragen zu Gold

1. Sollte ich in Gold investieren?

Auch hier gehen die Meinungen einzelner Investoren auseinander. Geht es rein um den Vermögensaufbau, dann würde ich tatsächlich ein ETF-Sparplan, einem Investment in Gold vorziehen. Die Renditen, die man bei einem ETF-Sparplan langfristig erzielen kann, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr viel lukrativer.

Sobald man ein gewissen Vermögen aufgebaut hat (ca. 50.000€ aufwärts), sollte man meiner Meinung nach einen Teil von seinem Vermögen in Gold investieren. Ich halte mich an die Empfehlung vom Markt, rund 10% vom Gesamtvermögen scheinen für mich ein guter Anhaltspunkt zu sein.

 

Die Vorteile sind eine breitere Diversifikation vom Vermögen, ein besserer Werterhalt, die Abkopplung von der Fiatwährung und die Anonymisierung (Achtung, um anonym zu bleiben darf der Goldkauf 2.000€ nicht überschreiten).

2. Wo kaufe ich Gold?

Gold kann sowohl bei einer Bank, als auch bei einem Goldhändler erworben werden. Viele Goldhändler bieten sowohl den Online- wie auch den Kauf vor Ort in einer Filiale an. Ein Liste von unterschiedlichen Goldhändlern findest du       .

3. Ist Gold wirklich steuerfrei?

 

Ja tatsächlich muss man für den Erwerb von Gold keine Steuern bezahlen. Das liegt daran, dass Gold nicht als Industrierohstoff, sondern als ein Investment bewertet wird. Somit werden die 19% Mehrwertsteuer beim Goldkauf nicht fällig und nach einer Haltedauer von einem Jahr, sind auch die Gewinne (Erträge) steuerfrei.

Anders sieht es beispielweise bei Silber oder Platin aus. Diese Metalle gelten als Industrierohstoffe. Somit muss beim Kauf die Mehrwertsteuer von 7% bzw. 19% bezahlt werden.

4. Wie viel kostet Gold?

 

Der Preis von Gold ist zum einem vom Goldgehalt (auch in Karat angegeben) vom Gewicht und zum anderen vom Goldpreis abhängig. Vorausgesetzt es geht um reine Anlegermünzen und nicht um Sammlermünzen. Ein Gramm reines Gold (24 Karat / Gold 999 / Feingold) kostet momentan 58,62€ pro Gramm (15.04.2023).

4. Spannende Hintergrundinformationen zu Gold

Bevor wir tiefer einsteigen, wie man in Gold investieren kann, habe ich dir noch ein paar spannende Informationen zu Gold mitgebracht:

4.1

4.1 Die größten goldproduzierenden Länder

Die folgende Grafik zeigt, welche Länder am meisten Gold (in Tonnen) im Jahr 2022 produziert haben. Vor allem China, Russland und Australien sind besonders fleißig, was das fördern von Gold angeht.

Wie man in der Grafik außerdem sehen kann, wurden 2022 weltweit rund 3.100 Tonnen Gold gewonnen.

Die größten goldproduzierenden Länder

Quelle Daten: World Gold Council

 

4.2

4.2    Die größte Goldmünze der Welt – Red Kangaroo

Wer hätte sie nicht gerne, die größte Goldmünze der Welt – „Red Kangaroo“.

Der Produzent der Münze ist Perth Mind Australien und die Münze erreicht ein Gewicht von ca. 1.000 Kg, ist 12 cm Dick und hat einen Durchmesser von 80 cm. Rein von der verwendeten Goldmenge dürfte diese Goldmünze einen Wert von ca. 56 Millionen Euro haben (April 2023).

4.3

4.3 Gestohlene Riesenmünze

Am 27.03.2017 ist es passiert. Im Berliner Bode Museum wurde die 100kg schwere Goldmünze „Big Maple Leaf“ gestohlen. Bis heute ist die Goldmünze nicht wieder aufgetaucht. Man geht davon aus, dass sie mutmaßlich zerteilt wurde. Dieser Diebstahl dürfte sich gelohnt haben, der damalige Wert lag bei knapp 3,75 Millionen Euro.

4.4

4.4 Gold ein nachhaltiges Investment? 

Eine sehr spannende Frage – handelt es sich bei Gold um ein nachhaltiges Investment?

 

Leider muss man sagen, dass doch einige Goldproduzenten nicht ganz legal arbeiten:

Schwarzarbeit, Kinderarbeit oder die Ausbeutung von Arbeitern sind neben den gravierenden Eingriffe in die Natur nur ein paar negative Aspekte die schnell darauf hinweisen, dass Gold nicht wirklich als nachhaltiges Investment betrachtet werden kann.

 

Gold wird außerdem nur noch in sehr geringen Mengen gefördert, 1-2g Gold pro Tonne Gestein sind keine Seltenheit. Um also an das glänzende Gold zu gelangen müssen sehr viel Material abgebaut werden. Zusätzlich kommen giftige Chemikalien wie Quecksilber oder Cyanid zum Einsatz, damit man das Gold aus dem Gestein lösen kann.

 

Werden Minen illegal betrieben oder werden die Chemikalien nicht fachgerecht eingesetzt, können hier erhebliche Umweltschäden entstehen.

4.5 Kann man Gold wirklich künstlich erzeugen?

Tatsächlich ist die Menschheit schon so weit und kann Gold synthetisch herstellen. Bevor man sich jetzt aber unnötige Gedanken über einen möglichen Wertverlust von seinem bereits erworbenen Gold macht, kann ich an dieser Stelle gleich die Entwarnung geben.

 

Gold künstlich herzustellen ist mit einem extrem hohen Energieaufwand verbunden. Außerdem wird dafür entweder ein Kernreaktor oder ein Teilchenbeschleuniger benötigt. Somit ist die Herstellung von Gold extrem kostenintensiv und wenn der Goldpreis nicht exponentiell ansteigen sollte, muss man sich in naher Zukunft erstmal keine Gedanken über die künstliche Herstellung von Gold und den einhergehenden Preisverfall machen.

4.6

4.6 Wie realistisch ist ein erneutes Goldbesitzverbot?

Viele Goldinvestoren haben die Sorge um ein neues Goldbesitzverbot. Denn vor nicht einmal 100 Jahren, genauer gesagt am 01.05.1933 wurde in Amerika durch den Präsidenten Franklin D. Roosevelt der private Goldbesitz verboten.

 

Die Folge: Private Haushalte mussten ihre Goldmünzen und Goldbarren für einen festgelegten Preis pro Unze an den Staat wieder abgeben. Daraufhin wurden Schließfächer und Tresore in Banken durchsucht und das Gold beschlagnahmt.

Ob ein erneutes Goldbesitzverbot irgendwann mal kommen wird, kann keiner vorhersagen. Eines ist auf jeden Fall sicher, der Staat möchte zunehmend wissen, wer Gold in höheren Summen erwirbt. Denn seit dem Jahr 2020 wurde die Grenze für den anonymen Golderwerb drastisch von 9.999€ auf 2.000€ reduziert.

Es mag positive Gründe geben, die gegen den anonymen Erwerb von Gold in großen Mengen spricht (Stichwort: Geldwäsche). Ich für meinen Teil vertrete aber auch ganz klar die Meinung, dass der Staat nicht zu 100% wissen muss, wie groß mein Vermögen ist.

Gerade in der heutigen Zeit, wo der Euro und der Dollar am laufenden Band gedruckt und vermehrt wird und die Staatsschulden nahezu explodieren, wäre meine Empfehlung an jeden einzelnen Haushalt folgende:

Ein Lastenausgleich gab es z.B. nach dem 2. Weltkrieg. Konkret musste jeder von seinem Vermögen, das 5.000 DM überstieg, 50% abgeben.  Auch nach der Coronakrise wurde von dem ein oder anderen Politiker ein Lastenausgleich wieder ins Spiel gebracht.

Kaufe anonym Gold und bewahre es außerhalb von Banken auf. Denn sollte es irgendwann mal wieder zu einem Lastenausgleich kommen, haftest du nicht mehr mit deinem gesamten Vermögen.

4.7

4.7 Der Goldmarkt

Die Nachfrage

 

Es mag überraschend sein, aber Gold hat kaum einen industriellen Nutzen im Technologysektor. Es wird lediglich in wenigen Bereichen, wie z.B. in der Medizintechnik oder in der Elektronik in sehr geringen Mengen verwendet und eingesetzt.

Warum wird dann Gold überhaupt gefördert?

Gold spielt eine sehr große Rolle für die Schmuckindustrie. Schätzungen zu Folge, hat die Schmuckindustrie bereits 50% vom gesamt geförderten Gold zu Schmuck verarbeitet. Nicht ohne Grund fällt auch auf sie die größte jährliche Nachfrage zurück, gefolgt von den Investoren und anschließend von den Zentralbanken. Siehe auch das folgende Bild:

Jährliche Goldnachfrage

Die Produktion

 

Eine spannende Tatsache ist auch, dass die jährliche Goldproduktion nahezu konstant bleibt. Und das ist auch der große Vorteil von Gold. Die Produktion von Gold ist teuer und aufwändig und das Produktionsvolumen kann nicht beliebig erhöht werden.

 

Aus diesem Grund eignet sich Gold auch so gut als Wertspeicher. Es kann im Gegensatz zum Fiatgeld nicht beliebig viel „gedruckt“ werden.

 

In den letzten Jahren wurden lediglich ca. 3.500 Tonnen Gold aus dem Boden gefördert, während ein Großteil der jährlichen Goldproduktion durch Recycling stammt. Insgesamt stehen der Wirtschaft jährlich 5.000 Tonnen Gold zur Verfügung. Siehe auch nachfolgendes Bild:

Jährliche Goldproduktion

Experten schätzen, dass bis 2022 insgesamt ca. 209.000 Tonnen Gold gefördert wurden. Dagegen ist die jährliche Produktion von ca. 3.500 Tonnen „neuem Gold“ quasi ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das entspricht gerade einmal einer jährlichen Goldvermehrung von nur 1,67%.

Spannend ist auch, dass trotz einer steigenden Nachfrage, die jährliche Produktion von „neuem Gold“ nicht beliebig erhöht werden kann.

 

Die Goldproduktion wird nämlich von drei Faktoren begrenzt:

  1. Es wird immer schwieriger neue Goldvorkommen zu finden.

  2. Die Technologie zur Gewinnung von Gold kann nicht beliebig verbessert werden.

  3. Auch Goldminenbetreiber müssen immer mehr Richtlinien zur Bewahrung der Umwelt beachten, was direkten Einfluss auf die Produktionsmenge hat.

 

Würde man das gesamte geförderte Gold zu einem einzigen Würfel pressen, dann hätte dieser einer Kantenlänge von gerade einmal 22m! Beindruckend oder?

Außerdem besagen Schätzungen, dass Stand heute nur noch 54.000 Tonnen Gold aus der Erde gewonnen werden können. Dabei handelt es sich selbstverständlich nur um einen reinen Schätzwert, der sich jederzeit wieder ändern kann.

 

Sollte dieser Wert aber näherungsweise Stimmen, würde das bedeuten, dass bereits 78% des gesamten Goldvorkommens aus der Erde gewonnen wurden. Gehen wir außerdem von einer gleichbleibenden Gewinnung von ca. 3.500 pro Jahr aus, würde das auch bedeuten, dass in ca. 15 Jahren die Goldförderung ein Ende hat.

4.8

4.8 Gold zahlt keine Zinsen – das Sparbuch dagegen schon

Einige sehen in Gold kein gutes Investment, weshalb gerne das Argument vorgebracht wird, dass es keine Zinsen abwirft. Man hört dann auch gerne den Spruch: „Steigende Zinsen sind Gift für Gold“. Das würde bedeuten, dass gerade in Zeiten von hohen Guthabenzinsen, Gold ein uninteressantes Investment sein müsste und daraufhin das Geld auf dem Sparbuch besser aufgehoben wäre.

Dass Gold keine Zinsen abwirft, ist erst einmal vollkommen richtig und trotzdem spricht meiner Meinung nach nichts gegen ein Investment in Gold, selbst wenn man für sein Vermögen auf dem Sparbuch eine hohe Verzinsung bekommt.

 

Denn mit steigenden Zinsen, steigt  i.d.R. auch die Inflation. Betrachtet man dagegen die Realverzinsung (Guthabenszins – Inflation – Steuern = Realverzinsung) dann schneiden in vielen Fällen die Erträge auf dem Sparbuch trotzdem schlechter ab, als ein Investment in Gold.

 

Interessanterweise steigt während der Inflation i.d.R. nicht nur der Guthabenszins sondern auch der Goldpreis, da viele Anleger aufgrund der hohen Entwertung, damit beginnen ihr Geld in Sachwerten zu retten.

4.9

4.9 Das Gold-Silber-Ratio

Ich möchte noch kurz auf das Gold-Silber-Ratio eingehen, über das man doch immer wieder stolpert, wenn man sein Geld in Gold investieren möchte.

 

Das Gold-Silber-Ratio gibt nichts anderes an, als ein Verhältnis zwischen dem Gold- und dem Silberpreis, bzw. wie viel Unzen Silber man für eine Unze Gold erhält. Silberanhänger argumentieren, dass ein vernünftiges Gold-Silber-Ratio 20 sein müsste. Der Grund ist einfach, Silber kommt in der Erdkruste 20 mal häufiger vor als Gold.

 

Was ein vernünftiges Verhältnis Gold-Silber-Ratio ist, vermag ich nicht abzuschätzen. Ich für meinen Teil achte auf dieses Verhältnis nicht.

Schauen wir uns den Verlauf vom Gold-Silber-Ratio einmal an, dann sieht man sehr schnell, dass das Verhältnis seit Jahren deutlich über 20 liegt.

goldsilberratio.PNG

5. In Gold investieren – so einfach geht´s

Jetzt werden wir uns endlich Schritt für Schritt anschauen, welche verschiedenen Investmentmöglichkeiten es in Gold gibt. Denn neben dem physischen Gold kann man auch in Papiergold und in Minenaktien investieren. Mit allen drei Investmentmöglichkeiten kann man  von einem steigenden Goldpreis profitieren.

Also warum in Gold investieren?

Warum man sein in Geld in Gold investieren sollten, habe ich bereits an mehreren Stellen erläutert, hier nochmal eine kurze Zusammenfassung über die Vor- und Nachteile von einem Goldinvestment:

5.1

5.1 Vor- und Nachteile beim Investieren in Gold

Vorteile

  • Gold ist seit Jahrtausenden eine anerkannte Währung

  • Gold kann als einzige Sachanlage bis zu 2.000€ anonym erworben werden

  • Gold ist eine Art Versicherung – es erhält im Gegensatz zu einer Fiatwährung seinen Wert, es schützt vor einer Hyperinflation und ist somit auch krisensicher

  • Die jährliche Goldproduktion ist begrenzt, sie kann nicht beliebt erhöht werden

  • Auf ein Goldinvestment muss keine Mehrwertsteuer bezahlt werden

  • Nach einer Haltedauer von einem Jahr sind die Gewinne steuerfrei

Nachteile

Leider gibt es auch Nachteile von Gold, die ich nicht unterschlagen möchte:

  • Bei Gold gibt es das Währungsrisiko. Denn Gold wird in Dollar bzw. bei uns in Europa in Euro gehandelt. Je nach Wertentwicklung vom Dollar bzw. Euro, hat das einen direkten Einfluss auf den Goldpreis.

  • Für den Vermögensaufbau ist ein Investment in Gold nicht zu empfehlen. Dafür eignen sich andere Anlagen wie z.B. ein ETF-Sparplan i.d.R. besser.

5.2

5.2 Was bestimmt eigentlich den Goldpreis?

Angebot und Nachfrage

In erster Linie hängt der Goldpreis von Angebot und Nachfrage ab. Möchten viele Investoren zum gleichen Zeitpunkt Gold erwerben, das Angebot deckt aber nicht die Nachfrage, dann wird der Goldpreis steigen. Wollen dagegen viele Investoren ihr Gold zur gleichen Zeit verkaufen und es gibt nicht genügend Abnehmer, dann wird der Goldpreis fallen.

In Google oder diversen Trading Apps kann man jederzeit den aktuellen Goldpreis verfolgen. Man muss aber wissen, dass der Goldpreis i.d.R. für eine Unze Gold angegeben wird. Eine Unze entspricht 31,1 Gramm Gold. Am 15.04.2023 betrug der Wert einer Unze Gold (Feingold) ca. 1.823€.

Dollar – bzw. Eurokurs

Wie viel jetzt allerdings eine Goldmünze oder eine Goldkette wert ist, kann noch von ganz anderen Faktoren abhängen, wie zum Beispiel vom Dollar- bzw. vom Euro- Kurs, wie bereits bei den Nachteilen aufgegriffen.

 

Aber auch von dem Gewicht und der Reinheit (Karat).

 

Die Reinheit, angegeben in Karat

Das reinste Gold, also 99,99% entspricht 24 Karat. Dabei handelt es sich um sogenanntes Feingold. Die folgende Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen weiteren Karat-Werten und dem Goldgehalt:

Gold - Karat                          Bezeichnung                           Goldgehalt in %

0,7 Karat                                 vergoldet 30                              <3%

2,4 Karat                                 Dublee                                         10%

6,0 Karat                                 Gold 250                                    25%

8,0 Karat                                 Gold 333                                  33,3%

9,0 Karat                                 Gold 375                                  37,5%

12,0 Karat                                Gold 500                               50,0%

14,0 Karat                                Gold 585                                58,5%

18,0 Karat                                Gold 750                                75,0%

20,0 Karat                               Gold 833                                83,3%

21,0 Karat                                Gold 875                                 87,5%

21,6 Karat                                Gold 900/Münzgold           90,0%

22,0 Karat                               Gold 917                                  91,7%

23,0 Karat                               Gold 950                                95,0%

23,6 Karat                               Gold 986                                98,6%

24,0 Karat                               Gold 999/Feingold              99,9%

Quelle: Karat: Was Feingehalt bei Gold bedeutet | GOLD&Co. . (goldundco.at)

Vom Gewicht

Und natürlich ist der Goldpreis der Münze oder Barren auch vom Gewicht abhängig. Je schwerer und je reiner das Gold ist, desto höher ist auch der Wert. Gold ist inzwischen in jeder Stücklung erhältlich z.b. 1/2, 1/4 oder 1/10 Unze. Aber auch Goldbarren sind von 1 Gramm bis z.B. 1 Kg erhältlich.

Man sollte allerdings berücksichtigen, dass z.B. 4 x 1/4 Unze erheblich teurer sind als eine 1/1 Unze Goldmünze. Die Prägekosten und Gewinnmargen der Händler fällt hier entsprechend ins Gewicht.

Prägekosten und Gewinnmarge bei Gold

Quelle: Goldzeiten.de

Anlagemünze vs. Sammlermünze vs. Goldschmuck

Der letzte Faktor, der noch eine entscheidende Rolle beim Wert einer Goldmünzen spielen kann ist, ob es sich um eine Anlagemünze oder einer Sammlermünze handelt:

Anlagemünzen werden in verhältnismäßig großen Stückzahlen hergestellt. Der Preis entspricht nahezu dem aktuellen Materialwert. Beim Kauf gibt es lediglich einen Preisaufschlag für die Prägungskosten und die Gewinnmarge des Verkäufers.

Sammlermünzen werden dagegen eher in geringen Stückzahlen produziert. Der Käufer spekuliert in diesen Fällen eher auf den Seltenheitswert anstatt auf den Kursgewinn von Gold. Allerdings handelt es sich bei Sammlermünzen um eine eigene Welt, deshalb möchte in diesem Artikel auch nicht weiters darauf eingehen. Wer sich aber für Sammlermünzen interessiert, sollte sich vor einer Investition umfangreich informieren. 

Auch Goldringe, Goldketten, Goldarmbänder oder Goldohrringe, kurz gesagt jegliche Art an Goldschmuck sollte man ebenfalls nicht als eine Anlagemöglichkeit betrachten. Denn auf Goldschmuck muss immer ein höherer Aufschlag auf den Materialwert bezahlt werden. Aus diesem Grund werden wir auch Goldchmuck in diesem Artikel nicht näher betrachten.

5.3

5.3 Die häufigsten Fehler beim Goldinvestment

Bevor wir die weiteren Schritte hin zu unserem ersten Goldinvestment anschauen, möchte ich noch auf die häufigsten Fehler eingehen.

 

Lass uns von den Fehlern anderer lernen:

1. Eine Goldanlage sollte nicht als Vermögensaufbau betrachtet werden. Dafür ist die Wertentwicklung zu gering und es gibt stattdessen andere lukrativere Anlagen.

2. Kaufe physisches Gold ausschließlich bei renommierten Goldhändlern und Banken. Wie überall findet man auch hier viele Betrüger. Und bitte merke dir eines, KEINER wird sein Gold weit unter dem aktuellen Goldpreis verkaufen.

 

Und falls du doch entsprechende Händler bzw. Angebote finden solltest, dann frage dich, warum der Händler sein Gold „verschenken“ möchte. Die Chancen sind hoch, dass es sich um einen Betrug handelt. Also Finger weg von solchen Angeboten! Das Risiko ist es nicht wert auf einen Betrug reinzufallen, nur weil man ein paar Euro sparen möchte.

3. Anstatt einer Einmalanlage kann es empfehlenswert sein, in mehreren Tranchen (verteilt über mehrere Wochen / Monaten) zu kaufen. Dadurch kauft man zu einem Durchschnittspreis ein.

4. Außerdem sollte man die Kosten nicht aus den Augen verlieren. Bei den einzelnen Goldhändler können unterschiedliche Gebühren fällig werden. Es lohnt sich also, die Händler miteinander zu vergleichen (an dieser Stelle helfen Vergleichsportale, mehr dazu        ).

Die Kosten sind außerdem bei kleineren Stückelungen höher. Auch der Aufschlag für Goldmünzen ist höher als bei einem Barren.

5.4

5.4 Investieren in physisches Gold

Meine Empfehlung lautet: Investiere in physisches Gold. Wie man nachfolgend sehen wird, gibt es noch andere Möglichkeiten in Gold und seine Entwicklung zu investieren. Ich bin allerdings nur ein Freund von physischem Gold. Man kann es anonym erwerben, es anfassen und daheim aufbewahren, wenn man es möchte.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man auf sein physisches Goldinvestment keine Mehrwertsteuer bezahlen muss und nach einer Haltedauer von über einem Jahr sind auch die Gewinne steuerfrei.

Bei einem Investment in physisches Gold, hat man die Qual der Wahl - entweder Goldmünzen oder Goldbarren.

 

Goldmünzen

Beim Erwerb von Goldmünzen, sollte man auf die gängigsten Varianten zurückgreifen:

  • Am bekanntesten ist der südafrikanische Krügerrand. Die Besonderheit, eine Unze beträgt nicht 31,1 Gramm sondern 33,93 Gramm, das liegt daran, weil ihm noch Kupfer beigemischt wird. Dadurch erhält der Krügerrand seine rötliche Färbung im Vergleich zu anderen Goldmünzen.

  • Der chinesische Gold Panda. Hier muss man beachten, dass diese Anlagemünze nur bis 2015 als 1-Unze-Münze bzw. als entsprechende Stückelung ausgegeben wurde. Jetzt ist der chinesische Gold Panda nur noch in Grammstückelungen erhältlich.

Weitere bekannte Goldanlagemünzen sind noch:

  • American Eagle

  • Känguru

  • Britannia

  • Meaple Leaf

  • Wiener Philharmonika

  • Buffalo

  • Cook Island

Es gibt noch weitere Anlagemünzen, die ich an dieser Stelle nicht aufzählen möchte. Falls es dich doch interessiert findest du         eine Auflistung der gängigsten Anlegermünzen.

Goldtafeln und Goldbarren

Neben den unterschiedlichen Goldmünzen gibt es auch Goldtafeln und Goldbarren in den verschiedensten Gewichten und Größen. Goldbarren sind nicht so eindrucksvoll wie Münzen, da sie keinen besonderen Druck besitzen, sondern sie haben lediglich eine einfache Prägung.

 

Das ist aber auch der Grund, weshalb Goldbarren einfacher zu fälschen sind, als Goldmünzen und man deshalb besonders aufmerksam sein sollte. Das erhöhte Risiko kann man aber ganz einfach umgehen, indem man sein Gold bei seriösen Goldhändlern erwirbt und nicht bei dem neuen online Goldhändler, der sein Gold weit unter dem Marktpreis verkauft.

 

Der Vorteil von Barren ist der geringere Aufschlag beim Kaufpreis im Vergleich zu Münzen. Die Kosten fürs Gießen der Barren ist geringer als die Prägekosten.  

5.5

5.5 Physisches Gold kaufen / verkaufen

Vergleichsportale

Möchte man physisches Gold erwerben bzw. verkaufen, gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:

  1. Vor Ort bei der Bank oder einem Edelmetallhändler

  2. oder online

Was den Kauf angeht, würde ich einen seriösen Edelmetallhändler bevorzugen. Die Auswahl an Produkten ist in der Regel umfangreicher und die Kosten, die für den Erwerb anfallen i.d.R. geringer.

Wie bereits erwähnt sollte man bevorzugt auf Händler setzen, die bereits seit mehreren Jahren im Goldhandel tätig sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Händler gefälschte Goldprodukte verkaufen, sind gering.

Bei neuen Händler überlasse ich es dir, ob du das Risiko eingehen möchtest. Die größte Gefahr lauert natürlich im Internet. Deshalb sollte man hier besonders auf etablierte Händler setzen.

Besondere vorsichtig gilt bei Auktionen. Die Alarmglocken sollten angehen, wenn der Verkäufer im Ausland sitzt und das Angebot zu schön ist. Ich persönlich würde von Auktionen gänzlich abraten.

Egal ob es um den Goldankauf oder Goldverkauf geht, in beiden Fällen ist ein Preisvergleich von unterschiedlichen Goldanbietern sehr empfehlenswert.  Solche Vergleichsportale, zeigen auf einen Blick die besten Verkaufs- aber auch Kaufpreise von Gold.

Folgende zwei Vergleichsportale kann ich empfehlen:

  1.  

Bitte immer den Gesamtpreis inklusive Versand berücksichtigen. Nicht, dass der Kostenvorteil durch erhöhte Versandkosten wieder aufgefressen wird.

Hat man vor seine Goldmünze wieder zu verkaufen sollte man auch hier ein paar Dinge beachten:

1. Informiere dich über den aktuellen Goldpreis und achte darauf, dass der Abschlag, also das Angebot vom Käufer nicht zu groß ist

2. Überprüfe den Jahrgang deiner Goldmünze. Es könnte sein, dass manche Jahrgänge im Wert gestiegen sind. Welcher Zuschlag je nach Jahrgang für deine Goldmünze bezahlt wird, findest du ebenfalls auf dem Vergleichsportal: 

 

Sollte sich der Händler doch eher am Materialwert orientieren, bleibt immer noch die Möglichkeit, die Goldmünze über ein Auktionshaus zu verkaufen.

ACHTUNG: Es ist ganz normal, dass man das Geld für seinen Goldverkauf per Vorkasse erhält. Lasse dich auf keine Kompromisse ein, außer der Erwerber kommt persönlich vorbei.

Kommen wir zur nächsten wichtigen Frage: Wo kann man Gold überhaupt kaufen bzw. verkaufen?

Egal ob man sein Gold online kaufen möchte oder vor Ort in einer Filiale, die nachfolgenden Goldhändler ermöglichen beides:

Händler
  • ESG Edelmetall-Service: 

  • Philoro: 

  • Solit Gruppe:

  • Geiger Edelmetalle:

  • Pro Aurum: 

Auch bei vielen Banken kann man Gold kaufen. Allerdings muss man bei der Bank mit höheren Gebühren rechnen. Bei Interesse einfach in der Bankfiliale vorbeischauen und nachfragen.

5.6

5.6 Der Goldwert-Rechner

Egal ob man 1 Gramm Gold, 10 Gramm Gold, 50 Gramm Gold, 100 Gramm Gold, 1kg Gold oder mehrere Kg Gold besitzt. Mit folgendem Rechner kann man den Goldwert entsprechend dem tagesaktuellen Goldpreis ganz einfach ermitteln lassen.

5.7

5.7 Aufbewahrungsmöglichkeiten von Gold

Münzkapseln

 

Einmal erworben stellt sich die wichtige Frage wie und wo soll man seinen Schatz aufbewahren? Viele Münzen werden in Kapseln oder Plastikhäftchen geliefert. Ich empfehle die Münzen in Münzkapseln aufzubewahren.

Mit folgendem Angebot, erhält man Münzkapseln in unterschiedlichen Größen:

Auch nicht schlecht ist dieses Angebot. Die Münzkapseln haben eine einheitliche Größe und für kleinere Münzen werden aber noch Schaumdichtungen mitgeliefert.

Kurzer Exkurs: Das Reinigen von Gold

Eine gute und sichere Aufbewahrung vermeidet, dass die Goldmünze oder der Goldbarren unnötig verschmutzt und anschließend wieder gereinigt werden muss.

Falls doch mal eine Reinigung fällig wird, gibt es viele Haushaltsmittel oder man besucht den Juwelier seines Vertrauens, der eine professionelle Reinigung durchführen kann.

Eine ausführliche Anleitung, wie man sein Gold reinigen kann findet man auch

Kleiderschrank vs. Schließfach vs. Tresor

Nun sind die Münzen ordentlich verpackt, doch wo soll man sie jetzt aufbewahren? In einem Schließfach auf der Bank, im Tresor, daheim im Kleiderschrank oder doch lieber unter dem Kopfkissen?

Hat man seine erste Münze erworben, dann lohnt sich weder ein Schließfach noch die Anschaffung von einem Tresor. Die ersten erworbenen Münzen, würde ich tatsächlich daheim verstecken, am besten aber nicht alle an der gleichen Stelle.

Daheim gibt es viele gute Verstecke, es ist lediglich etwas Kreativität gefragt.

Wächst der Goldberg über die Jahre an, dann stellt sich irgendwann dennoch die Frage, ob es noch sinnvoll ist, das viele Gold in der Wohnung zu verstecken oder, ob langsam ein besserer Schutz notwendig ist.

Falls es finanziell in Frage kommt, würde ich empfehlen einen eigenen Tresor anzuschaffen. Die Lagerung in Schließfächer kommt für mich tatsächlich weniger in Frage. Ich bin kein Freund davon das Gold auswärts zu lagern.

 

Außerdem fallen jährlich Gebühren für ein Schließfach an. An dieser Stelle lohnt es sich auszurechnen, nach wie vielen Jahren sich der Tresor amortisiert hat.

 

 

Möchte man sein Gold doch lieber in einem Schließfach aufbewahren, dann wäre meine Empfehlung einen Teil des Goldes im Ausland aufzubewahren, z.B. in der Schweiz. Ich weiß, dadurch entstehen die doppelten Kosten, da man Miete für zwei Schließfächer bezahlen muss. Dafür ist das Gold aber auch sicherer aufbewahrt, denn jetzt befindet sich nicht mehr alles in Deutschland bzw. in Europa.

Folgende Anlaufstellen gibt es für die Aufbewahrung in Schließfächern:

Goldhändler

 

Viele Goldhändler bieten ebenfalls Schließfächer zur Aufbewahrung an wie z.B.:

 

  • Philoro: 

  • Solit Gruppe: 

  • Geiger-Edelmetalle: 

Bankschließfächer in Deutschland

Ein Nachteil ist, dass man häufig nur ein Bankschließfach bekommt, wenn man auch Kunde bei der jeweiligen Bank ist. Außerdem verliert man in diesem Fall auch seine Anonymität, denn die Bank möchte natürlich bei der Einlagerung einen Ausweis sehen. In bestimmten Fällen können sogar Behörden die Öffnung von einzelnen Schließfach verlangen!

 

Bei folgenden Banken kann man ein Schließfach mieten:

  • Deutsche Bank

  • Commerzbank

  • Hypervereinsbank

 

Bankenunabhängiges Schließfach in der Schweiz

Falls man einen Teil seines Goldes in der Schweiz aufbewahren möchte, dann bietet sich folgendes bankenunabhängiges Unternehmen an:

  • Sincona Trading AG: 

Zwei Nachteile:

 

  • Die jährlichen Kosten (in CHF) für ein Schließfach sind ziemlich hoch. Die Kosten lassen sich gegebenenfalls reduzieren, wenn die Mietdauer länger als ein Jahr ist.

 

  • Möchte man ein Schließfach mieten, ist ein persönliches Treffen notwendig. Man kann es aber gleich mit einem Urlaub in der Schweiz verbinden.

Kurzer Exkurs: Hausratversicherung, der Goldschutz vor Diebstahl und anderen Gefahren

Besitzt man eine Hausratversicherung, dann kann darüber das Gold vor Diebstahl und anderen Gefahren abgesichert werden. Wird aber das Gold außerhalb von einem Tresor aufbewahrt, ist die Versicherungssumme im Vergleich zur Aufbewahrung in einem Tresor i.d.R. sehr viel geringer.

ACHTUNG: Der Tresor muss i.d.R. gewisse Voraussetzungen erfüllen, damit die höhere Versicherungssumme auch greift. Am besten man informiert sich bei seinem Versicherer.

5.8 Investitionsmöglichkeiten in Papiergold

Neben dem physischen Gold gibt es auch noch das Papiergold. Viele Investoren spekulieren an der Terminbörse auf einen steigenden Goldpreis, ohne jemals physisches Gold zu erhalten. Deshalb spricht man in diesem Fall auch von Papiergold.

Ich für meinen Teil würde von den nachfolgenden Investments jedoch abraten. Ich bin tatsächlich nur ein Freund von physischem Gold. Vollständigkeitshalber werde ich dennoch auf die alternativen Gold-Anlagemöglichkeiten eingehen.

Reine Gold-ETFs

Der bekannteste Gold-ETF (ETF = Exchange Traded Fund) ist der SPDR Gold Shares auch GLD genannt. Er wurde Ende 2004 ins Leben gerufen und soll Anlegern die Möglichkeit bieten, ohne großen Aufwand in Gold zu investieren. Sprich man muss nicht zum nächsten Goldhändler fahren, wenn man Gold kaufen bzw. wieder verkaufen möchte.

Der Fondsmanager erwirbt dennoch regelmäßig Goldbarren, damit sich der Kurs der Anlage nahezu parallel mit dem Goldkurs mitentwickelt. Bevor nun die Freude zu groß wird, muss ich noch eines erwähnen: In Deutschland ist ein reiner Gold-ETF leider nicht zugelassen. Denn laut Gesetz muss ein Fonds diversifiziert sein, was bei einem reinen Gold-ETF leider nicht zutrifft. Somit kann man in Deutschland keine Anteile vom SPDR Gold Shares erwerben.

Gold ETCs

Möchte man in Papiergold investieren, muss man in Deutschland auf sogenannte ETCs ausweichen. ETC bedeutet "Exchange Traded Commodities“. Dabei handelt es sich um börsengehandelte Rohstoffe.

Der große Unterschied zwischen ETFs und ETCs ist, dass es sich bei ETCs um kein Sondervermögen handelt. Als Anleger hat man zusätzlich noch das Emittentenrisiko. Geht der Emittent des ETCs bankrott, verliert man sein angelegtes Vermögen.

Die zwei bekanntesten ETCs sind:

  •  Xetra Gold

 

Xetra Gold bildet die Entwicklung von einem Gramm Feingold in Euro ab. Das positive am Xetra Gold ist, dass man Ansprüche auf den entsprechenden Gegenwert in physisches Gold hat. Gegen eine Gebühr kann man sich also das physische Gold nach Hause liefern lassen.

 

Ein weiterer Vorteil von Xetra Gold ist, wie beim physischen Gold, dass nach einer Haltedauer von einem Jahr auf die Gewinne keine Abgeltungssteuer bezahlt werden müssen.

Ein Nachteil dagegen ist, dass der ETC nicht zu 100% mit physisches Gold hinterlegt ist. Ein geringer Teil besteht auch aus Buchgoldansprüchen.

 

  • Und Euwax Gold

Das Euwax Gold ist dagegen zu 100% mit Gold hinterlegt. Hier bezieht sich der Preis auf 1 Gramm Gold von einem Goldbarren. Ein Goldbarren ist i.d.R. etwas teurer bewertet, als der übliche Marktpreis von Gold.

 

Auch beim Euwax Gold ETC kann man sich das physische Gold nach Hause liefern lassen, beim ersten Mal sogar kostenfrei. In diesem Fall sind die Gewinne nach einer Haltedauer von einem Jahr auch wieder Abgeltungssteuerfrei.

Gold Zertifikate, Optionsscheine, Knock-outs und Gold Futeres

In der Finanzwelt gibt es unzählige Produkte, wie Optionsscheine, Knock-Outs und Futeres auf Gold. In all diese Produkte kann man bei Interesse sein Geld investieren. Allerdings gleichen für mich diese Produkte weniger einem Investment, sondern viel mehr reiner Zockerei.

 

Das ist auch der Grund, weshalb ich von diesen Produkten zu 100% abrate. Diese Produkte sind in meinen Augen nur für Spekulanten gemacht, die bei ihren Anlagen auf Nervenkitzel stehen. Aus diesem Grund werde ich auch nicht weiters auf diese Produkte eingehen. Davon mal abgesehen wäre das aufgrund der enormen Vielfalt auch überhaupt nicht möglich.

5.9

5.9 Investieren in Goldminenaktien

Der ein oder andere könnte die Idee haben, anstatt in physisches Gold direkt in den Goldproduzenten zu investieren. Denn steigt der Goldpreis profitieren diese Unternehmen sogar mit einem gewissen Hebel.

Schon mal vorab, auch diese Anlage ist für mich von geringerem Interesse, da Goldminenaktien nicht anonym zu erwerben sind und ich bevorzugt in andere Aktienunternehme investiere. Dennoch handelt es sich um ein wichtiges Thema und gerade als interessierter Goldinvestor, ist es von Vorteil sich zu mindestens einmal damit zu beschäftigen.

Wenn man sein Geld in Goldminenunternehmen investieren möchte, dann sollte man sich zu beginn überlegen in welchem Stadium das Unternehme sich befinden soll. Denn bis ein Goldminenunternehmen, vom Explorationsunternehmen zu einem Produzenten aufgestiegen ist, können sehr viele Jahre vergehen. In dieser Zeitspanne kann das Unternehmen bereits mehrere Millionen Euro verschlingen, ohne auch nur einen Cent verdient zu haben.

Entscheidet man sich also in ein sehr junges Goldminenunternehmen zu investieren, das noch in der Explorationsphase ist, können die Aktiengewinne sehr hoch sein, wenn es zu einem erfolgreichen Produzenten aufgestiegen ist.

 

Auf der Gegenseite ist aber auch die Chance sehr hoch einen Totalverlust zu erleiden, falls sich während der Exploration herausstellen sollte, dass es sich um ein unrentables Unterfangen handelt.

Außerdem kann es während der Transformation vom Explorationsunternehmen zum Produzenten zu starken Verwässerungen der eigenen Aktienanteile kommen. Der Grund ist einfach, vor allem am Anfang brauchen die noch junge Unternehmen viel Kapital für die Erforschung des Gebietes und die vielen Gutachten. 

Goldminenaktien in der Explorationsphase stehen auf jeden Fall vielen Risiken entgegen, die den Weg zum Produzenten sehr beschwerlich machen können.

Risiken können z.B. sein:

  • Ein schlechtes Management

  • Die Finanzierung des Projekts

  • Fehlende Infrastruktur (Die Minen befindet sich im nirgendwo)

  • Umweltaktivisten

  • Neue Gesetze gegen den Goldabbau

  • Fehlende Gutachten und Genehmigungen (von Land zu Lang sehr unterschiedlich)

  • Politische Veränderungen

  • die Gewerkschaften (speziell in Afrika eine Herausforderung)

  • Fallende Goldpreise

  • Schlechte Bohrergebnisse

Investiert man dagegen sein Kapital in ein bereits produzierendes Goldminenunternehmen, dann dürften die Kurssprünge überschaubar sein.

Goldminenaktien sind vor allem dann gefragt, wenn der Goldpreis steigt. Wie anfangs erwähnt hat man bei diesem Investment einen gewissen Hebel, bezogen auf den Goldpreis.

Dazu ein Beispiel:

Angenommen die Produktionskosten für eine Unze Gold beträgt 900€ und der Goldpreis für eine Unze Gold liegt bei 1.000€. Pro Unze Gold erwirtschaftet das Unternehmen also einen Gewinn von 100€. Steigt der Preis für eine Unze Gold um 100€ auf 1.100€, so erwirtschaftet das Unternehmen jetzt einen Gewinn pro Unze Gold von 200€. Es hat also seinen Gewinn verdoppelt.

Dieser Hebel wirkt selbstverständlich auch in die entgegengesetzte Richtung. Fällt der Goldpreis dagegen um 100€ auf 900€ pro Unze Gold, erwirtschaftet das Unternehmen überhaupt keinen Gewinn mehr.

Nachfolgend findest du eine kleine Auflistung bekannter Goldproduzenten:

  • Agnico Eagle >> ISIN: CA0084741085

  • Barrick Gold >> ISIN: CA0679011084

  • Kinross Gold >> ISIN: CA4969024047

  • Yamana Gold >> ISIN: CA98462Y1007

  • Newmont Mining >> ISIN: US6516391066

 

Wem ein Einzelinvestment zu risikoreich ist, kann auch wieder in einen ETF investieren:

  • iShares Gold Producers UCITS ETF

       >> ISIN IE00B6R52036

  • VanEck Gold Miners UCITS ETF       

       >> ISIN IE00BQQP9F84

Falls hier nicht der passende ETF für dich dabei sein sollte, dann findest du         noch weitere zur Auswahl.

5.10 Meine Buchempfehlung 

Falls du dich noch tiefer mit dem Thema Gold und Goldminenunternehmen beschäftigen möchtest, dann kann ich dir folgendes Buch von Markus Bussler empfehlen: „Gold – Player Märkte Chancen“.

 

In seinem Buch vermittelt er ein umfangreiches Wissen rund um das Thema Gold, wie man darin investieren kann und er teilt sein detailliertes und umfangreiches Fachwissen zum Thema Goldminenproduzenten.

6.0

6. Mein Fazit

Gold sollte man als eine Art Versicherung betrachten. Eine Versicherung gegen die Zentralbanken, ihr Fiatgeld und der rücksichtlosen Geldvermehrung. Gold ist die einzige Möglichkeit, wenn man einen Teil von seinem Geld anonym aus dem zerbrechlichen Geldsystem schaffen möchte.

 

Gold ist also eine Art von Versicherung, die unser Vermögen vor der enormen Geldvermehrung schützt. Aus diesem Grund wäre meine Empfehlung, dass jeder Haushalt einen Teil von seinem Vermögen, ca. 10%, in physisches Gold investiert und es außerhalb von den Banken aufbewahrt.

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